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Herausforderungen annehmen - Ziele verfolgen - Grenzen ausreizen - Erfolge erzielen

Schnell mal zum Rennsteig

15. Mai 2012

 

Schnell mal zum Rennsteig 15. Mai 2012 Dank dem Trail Magazin bin ich Anfang des Jahres zu einem Start beim Rennsteiglauf gekommen. Jedoch habe ich mich lediglich auf den Halbmarathon begeben, denn alles andere war mir zu dieser Jahreszeit  inmitten der Saison doch etwas zu viel. Leider, denn ich muss zugeben, der „lange Kanten“ Supermarathon über die 73 km reizt mich extrem und nimmt auf meiner Wunschliste einen der oberen Plätze ein, aber alles zu seiner Zeit…

 

Also wie gesagt, dieses Jahr nur die 21,1 km. Am Freitag nach der Arbeit begaben wir uns auf die Autobahn in Richtung Thüringer Wald. Unterwegs erspähten wir schon das ein oder andere Auto, das das gleiche Ziel hatte, den Rennsteig. Startnummern oder sogar selbstgebastelte Autoschilder in der Scheibe sollten den Mitmenschen zeigen: „Ich bin dabei“. Schon irgendwie speziell, eine sehr familiäre Läuferschar, die den inzwischen größten Crosslauf Europas jährlich zelebriert.

 

Für mich auch etwas Besonderes, denn bereits als junge Lady habe ich den Herrn Papa vor Ort mit betreut und schon damals hat mich der Virus wohl ein wenig infiziert. Dass ich ein paar Jahre später selbst dort am Start stehe, war zu der Zeit natürlich nicht klar :-)

 

Nachdem ich 2007 am Rennsteig meinen zweiten Marathon absolviert habe, der von Neuhaus nach Schmiedefeld führt, startet der Halbmarathon in Oberhof und verläuft auf den letzten 21,1 km des Supermarathons entlang. 7:30 war bereits Start und ca. 6.000 Läufer zierten die scheinbar unendlich lange Startgasse, auch dabei Biathlonprominenz aus der Nachbarschaft, wie z.B. Andrea Henkel. Leider hatte ich keinen Stift dabei, sonst hätte ich mir die Startnummer noch mit einem Autogramm verzieren lassen :-)

 

Nachdem der Startschuss jedoch ertönte, war keine Zeit mehr für solcherlei Gedanken. Einfach nur noch rennen, möglichst wie ein Wiesel. Die ersten Kilometer steigen leicht bergan und bis zum höchsten Punkt des Laufes, dem Beerberg (973 ü.N.N.) hat man nicht ganz 200 HM im Anstieg zu überwinden. Von da aus kann man erst einmal ein wenig durchschnaufen, denn es geht mehr bergab als bergan. Dies erklärt auch einen zwar hügeligen und crossigen, aber doch zügigen Wettkampf.

 

Erstmalig auch an meiner Seite der persönliche Hase alias Liebste, dem ich schnaufend folgte. Die Strecke war so abwechslungsreich, dass die Kilometer nur so an uns vorbeiflogen und nach 1:31 erreichten wir das Ziel, als 11. Frau gesamt und 2. in der Altersklasse. Ich gebe zu, gegen 1 bis 2 Minuten weniger hätte ich nichts gehabt, aber es war ja „nur“ ein weiterer Stein auf dem Weg zum Norseman.

 

Direkt im Anschluss ging es jedoch schon wieder in die Heimat. Kurzer, intensiver, anstrengender aber umso schönerer Zwischenstopp auf dem Weg nach Norwegen…

Meine Playlist in der aktuellen Runners World

12. Mai 2012

 

Sieh her, sieh her. Das Fräulein und ein paar ihrer Lieblingssongs in der aktuellen Runners World unter der Rubrik Playlist.

Na dann, viel Spaß beim lesen, lauschen und trainieren ;-)

 

Zu finden... ihr ahnt es schon... auch hier unter der Rubrik "Media"

2 * xxx + 35

30. April 2012

 

Das nenne ich mal ein erlebnisreiches Wochenende. Zwei Tage Zeit und zwei Kurzreisen durch Sachsen. Am Samstag steuerte der Wagen in Richtung Leipzig, nach Bennewitz, wo sich in regelmäßigen Abständen eine „wilde“ Horde Radfahrer, genauer gesagt Randonneure (französisch Wanderer und die unter Radlern gebräuchliche Bezeichnung für einen Langstrecken-Radfahrer) treffen, deren gemeinsames Ziel in vielen Fällen das aller vier Jahre stattfindende Radrennen Paris – Brest – Paris über 1.200 km ist. Über mehrere Touren von 200 bis 600 km Streckenlänge muss man sich dafür allerdings erst einmal qualifizieren. Olaf aus Bennewitz ist einer der Ausrichter solcher Touren. Was ich daran mag? Exquisit ausgesuchte Touren durch die Heimat, an denen man immer wieder neue Ecken erkundet, sehr nette und entspannte Mitfahrer verbunden mit einer wirklich guten Trainingsausfahrt.

 

Hier einer meiner Lieblingsberichte von Olaf selbst zu einer 1000 km Tour, die er 2010 Jahr erstmalig durchgeführt hat:

www.audax-sachsen.de/seiten/fahrberichte.htm

 

Nach einer etwas hektischen Anreise, da mich das Navi ins 35 km entfernte Bennewitz bei Torgau, statt bei Wurzen geleitet hat (Sagt nichts!!! – Da lässt man die Frau einmal allein aus dem Haus), war ich fünf Minuten vor dem Start dann auch endlich da. Schnell rein in die Radbuxe und rauf aufs Rad und schon spürten wir den Fahrtwind im Gesicht. Herrlich. Das Wetter, die Tour, der Frühling… Die Kilometer vergingen wie im Flug und ehe ich mich versah, war ich auch schon wieder auf dem Rückweg – dieses Mal aber wirklich dorthin wo ich hinwollte, nämlich nach Dresden ;-)

 

Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist schon wieder Reisetag. Dieses Mal Richtung Osten, ins Zittauer Gebirge, zum gleichnamigen Gebirgslauf, der schon länger auf meiner Wettkampfwunschliste stand. Neben 4, 7.5 oder 17 km können auch 35 gelaufen werden und damit stand die Entscheidung ja eigentlich auch schon fest. Wenn schon denn schon, dann der lange Kanten, ist ja auch die beste Vorbereitung für Norwegen, lang und bergig… Mein lieber Mann, trotz angezogener Handbremse hab ich ganz schön Federn gelassen, immer wieder hoch und runter, so dass ich schon während des Laufes Muskelkater bekam. Steile Anstiege, Treppen und Felsen zierten den Weg. Aber der Lohn für die zahlreichen Schweißperlen war immerhin ein dritter Platz und ein glückliches Frauchen, das, endlich wieder zu Hause angekommen, die Beine hochlegen und ausruhen konnte.

 

Ein gutes Gefühl, nach einem schönen aber auch anstrengenden Wochenende.

Auf Schnitzel... äh Plinsenjagd oder die Jagd nach der goldenen Spreewaldgurke

27. April 2012

 

Spreewald fort he first time. Letzten Samstag machte ich mich zum ersten Mal auf in Richtung Gurkenland, den Spreewald. Ich wollte dort an einer RTF teilnehmen und damit die erste längere Radeinheit absolvieren.

 

Flach war der Kurs ja schon mal. Das war gut. Nun galt es die Distanz lediglich zu überstehen.

 

Doch die Gruppendynamik sorgte für abwechslungsreiches als auch zügiges Vorankommen und so wurde sich von Verpflegung zu Verpflegung gehangelt und der Restwert auf der Kilometerskala betrug bald schon null.

 

Das Highlight schlechthin war Verpflegung Nummer drei, passend zur Mittagszeit wurden aus einer urigen Holzhütte leckere schokoladene Plinsen (besser bekannt als Crêpes oder Eierkuchen) gereicht. Da stellte die Naschkatze sich bereitwillig auch ein zweites Mal an.

 

Rückblickend festzuhalten ist die wirklich schöne Spreewaldgegend, die mich ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat.

 

PS: Im Ziel wartete kein geringerer als Didi Senft und sein legendärer Dreizack auf die Teilnehmer, ebenso wie die langersehnte Ehrenmedaille, in Form einer goldenen Spreewaldgurke zum Umhängen :-)

Erlebnisbericht bei soq.de 

16. April 2012

 

Anbei ein Link zu einem Bericht zum Arctic Circle Race bei soq.de, dem führenden Onlinemagazin des Sportfachhandels und der Sportartikelbranche.

 

www.soq.de/Magazin/Artikel/Arctic-Circle-Race-ein-Erlebnis-der-besonderen-Art

 

Viel Spaß beim Lesen!

Ansteckungsgefahr dringend erwünscht 

04. April 2012

 

Letzen Donnerstag, hatte ich, frisch aus Grönland reingeschneit, das Vergnügen den Dresdner Triathlonnachwuchs beim Training zu besuchen.

 

Ziel war es, dass sie mir ein Stück ihrer Trainingswelt zeigen und ich ihnen ein Stück meiner. Neben ein paar Laufrunden, ein wenig Technik sowie ein paar Sprints, die mir am nächsten Tag gleich einen kleinen Wadenmuskelkater einbrachten, hatten wir ebenso Zeit zum Schwatzen. Ich habe versucht einen Einblick in meinen (Trainings)alltag und einige Tipps zum Thema Motivation zu geben, gerade beim Training allein ohne jegliche Gruppendynamik.

 

Es bereitet mir unheimlich Spaß gerade mit jungen Leuten etwas zusammen zu machen und ein Stück meiner Freude und der Zielstrebigkeit weiterzugeben.

 

Ein großes Lob an der Stelle auch an Conny König, die die ganze Rasselbande ehrenamtlich mit viel Herzblut so zusammenhält und fördert. Sie hat die Aktion angestoßen und mir eine große Freude damit gemacht. Danke!

 

Hier auch ihr Artikel auf der Seite des Triathlonverein Dresden:

http://triathlon-dresden.de/index.php?option=com_content&view=article&id=691%3Aextremsportlerin-motiviert-den-dresdner-triathlonnachwuchs&catid=62%3Anachwuchs-2012&Itemid=182

It's Partytime

03. April 2012

 

Nachdem der nennen wir ihn mal Pflichtteil abgehackt war, konnten wir nun zum Vergnügen übergehen. Nein, nicht nur die warme Dusche und das leckere Essen sind damit gemeint. Sondern die Party danach.

 

Tagsüber haben wir genutzt und neben einer winzigen Shoppingtour, um das obligatorische Andenken für daheim zu besorgen, einfach mal nichts gemacht, außer einem ausgedehnten Mittagsschläfchen. Das tat gut. Zumeist nimmt man sich dafür die Zeit ja gar nicht.

 

Doch kurz vor sechs dann raus aus den Wohlfühlsachen und schnell ein wenig aufgehübscht, zumindest im Rahmen der Möglichkeiten, die das Gepäck so hergab. Der Abend begann mit grönlandischem Rap – I like! Dieser setzte sich fort mit einem leckeren Buffet und anschließend ein paar Reden, sowie der Siegerehrung. Das Beste zum Schluss: Livemusik & Tanz. Sehr schön.

 

Neben den Teilnehmern waren jedoch auch die zahlreichen Helfer dabei. Ein paar lernten wir auch kennen, so z.B. den Pistenchef, ein junger Herr, der mit Herzblut bei der Sache war und einen Monat lang fast Tag für Tag Schnee plattgewalzt und gespurt hat, damit wir dem Gefühl von Abenteuer ein Stück näher kommen dürfen. Insgesamt haben wir uns auf diesem Fleckchen Erde jederzeit sehr willkommen gefühlt und hoffen mit unserer Begeisterung ein Stück zurückgegeben haben zu können.

 

Zusammenfassend gibt es zu sagen: es ist ein rundum tolles Erlebnis gewesen. Wir hatten mit -5 bis -15 Grad und größtenteils Sonnenschein wohl nahezu perfekte Bedingungen (2 Wochen zuvor zeigte laut der Einheimischen das Quecksilber noch -35 Grad). Die Strecke ist aufgrund der An- und Abstiege sicher keine Strecke für Bestzeiten, aber das Erlebnis an sich war einmalig und absolut unvergesslich.

Land in Sicht

02. April 2012

 

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, passt dies in dem Fall auch zum Arctic Circle Race. Dritter Tag, dritte Etappe und Land in Sicht. Schön, weil es hart war, schade, weil es so schön war.

 

Nachdem in der Nacht, die Uhr um eine Stunde vorgestellt wurde und der Start noch dazu eine Stunde früher stattfand, fehlten uns also gute zwei Stunden Schlaf. Pünktlich 6 Uhr, nach alter Zeit demnach 5 Uhr, ließ der Veranstalter einen mit einer Sirene bewaffneten Weckdienst durch die Reihen strolchen, so dass ein Verschlafen unmöglich war. Mit verschlafenen Augen schlüpften wir aus unseren gelben Behausungen und schlappten die übliche Tour Richtung Toilette, Wasser zum Zähneputzen und Frühstückszelt. Heute gab es zur Abwechslung Mousse au chocolat aus der Tüte, umfunktioniert zu einem Schokoladengetränk, denn mit Zucker lacht das Leben und damit auch das Annettchen. Ein guter Tagesstart. Nach dem Essen dann Zelt aufräumen, Tasche packen, in die Laufbekleidung schlüpfen und 9 Uhr Startschuss. Ein letztes Mal hier oben.

 

Ein erneut sonniger Tag lachte uns entgegen, ebenso eine perfekt gespurte Loipe. Was will man mehr? Die ersten etwa 30 km waren wieder nahezu flach. Sportlich zügig spulten wir diese ab. Dann, doch dieses Mal wussten wir ja, was auf uns zukommt, der erste steile Anstieg. Die Ski fix abgeschnallt und im straffen Schritt hochmarschiert. Oben angekommen, sausten wir die nächsten Kilometer weiter flott dahin bis es noch einmal den Skiberg von Sisimiut, den „Solbakken“, hinaufging. Also wieder fix Ski ab und hoch. Das ging im zügigen Schritt tatsächlich schneller als mit Ski im V-Schritt. Bergab (hört, hört) habe ich an diesem letzten Tag nicht einmal die Ski abschnallen müssen. Immer brav und mutig runtergerutscht, langsam zwar, aber immerhin. Ein kleiner Erfolg :-)

 

Nachdem wir nun auch diese letzte Anhöhe gemeistert hatten, war das Ziel in greifbarer Nähe. Doch diese letzte Eben zog noch einmal kräftig an meinem Energiebarometer. Der Akku war fast leer, doch als der Stadionsprecher endlich zu hören war, gingen die Mundwinkel nach oben. Ein super nettes Publikum empfing uns beide zurück in der Zivilisation und wir freuten uns riesig, es geschafft zu haben. Im Ziel verweilen wir noch ein wenig und beobachten aus der Ferne die zahlreichen glücklichen Gesichter, entscheiden dann jedoch, dass eine Dusche Not täte und gingen dieser Entscheidung nach. Lediglich unser Gepäck fehlt noch. Aber auch dieses „Problem“ war schnell geklärt. Zu Fuß noch einmal zum Ziel und mit dem Motorschlitten, dank eines netten Helfers, zurück. Premiere als Motorschlittencopilot.

 

Der Abend ist dann recht schnell Geschichte: essen, lesen, schlafen, lange schlafen…

Na wer wird denn hier bockig werden?

30. März 2012

 

Eine gute Nacht war es in der Tat. Ich habe sehr gut geschlafen, kein bisschen gefroren und da ich frühzeitig in der Koje lag bin ich gegen 6 auch schon putzmunter, stehe auf, putze Zähne und erspähe einen menschenleeren Wachscontainer. Also nichts wie ran an die Buletten und schnelle Ski basteln. Der Liebste bügelt ein, ich ziehe den Wachs wieder ab und poliere. Arbeitsteilung von heute eben.

 

Kurze Zeit später schon sitzen wir im Essenszelt und bereiten uns Frühstücksbrei zu. Naja, lecker ist was anderes, aber was muss das muss und in der wilden Fremde hat man nun mal nicht die große Auswahl. Also rein damit.

 

Im Gegensatz zum Vortag ist es heute etwas bewölkter und tüchtiger Wind weht uns um die Ohren, dieser ärgert uns auch noch auf die ersten Kilometer, doch dann ist Richtungswechsel und damit auch Rückenwind. Ab geht die Post. Die ersten 20 km laufen richtig gut und flüssig und dann geht es… bergauf natürlich. Im V-Schritt und etwas wutig stapfe ich den Berg hinauf und als ich mir dabei immer wieder selbst auf die Ski trample fahre ich auch schon mal die Hörnlein aus. Wer bekommt es ab? Der Liebste natürlich! Und das aufgrund der eigenen Unfähigkeit. Oh je oh je. Er nimmt es zum Glück gelassen und weiter geht’s. Nachdem auch das geschafft ist sehe ich schon das nächste Unheil. Die vor mir fahrenden Skifahrer sind nur noch als kleine Pünktchen zu sehen. Festhalten. Es geht ruuuuuunter. Aber zur Belohnung wartet dort eine Verpflegung auf uns, die uns für den Rückweg Kraft geben soll, denn die eben gefahren Höhenmeter müssen nun noch einmal überwunden werden.

 

Die Sicht trübt sich langsam mehr und mehr zu und so werden die Abfahrten noch ein klein wenig gemeiner, weil die Konturen schlechter zu erkennen sind. Augen ein wenig zusammenkneifen (Zähne auch) und Abfahrt. Geschafft.

 

Die letzten 10 flacheren Kilometer liegen lediglich noch vor uns und die sind reine Formsache. Nach 5:07 h haben wir weitere gut 50 km mit immerhin 1.050 HM hinter uns. Das ging doch schon viel besser als Tags zuvor. Von nun an also nicht einfach Ziege, sondern Bergziege, die langsam auch etwas schneller wird ;-)

 

Im Ziel gibt es dann wieder die belohnende Massage sowie ein fast gourmethaftes Abendessen aus der Tüte: Linseneintopf als Vorspeise und anschließend Nudeln. Ein voller Bauch macht müde und deshalb liegen wir nicht allzu viel später auch schon wieder im Schlafsack, denn am nächsten Tag ist eine Stunde früher Start und eine weitere wird uns aufgrund der Zeitumstellung gemopst.

Auf die harte Tour

29. März 2012

 

Nachdem wir gute zwei Tage zur Eingewöhnung und zum Aufwärmen hatten war es freitags dann soweit. 10 Uhr fiel der Startschuss zum Dreitagesrennen und 140 mit den Hufen scharrende Skiläufer wurden in die Spur geschickt. Doch bevor wir in die Weiten der Insel entlassen wurden, „durften“ wir noch eine 1,8 km lange Stadionrunde zur Freude der doch zahlreich erschienenen Zuschauer drehen. Und diese freuten sich gleich doppelt, denn wir wurden über den lokalen Rodelhang gescheucht, der am Ende der Abfahrt mit einer 90 Grad Kurve aufwartete. Sehr schön, gleich zu Beginn die ersten Stürze. Ich freute mich schon auf eine für mich typische Showeinlage, doch ich hatte Glück und blieb in der Senkrechten :-)

 

Dann aber war es soweit – auf in Richtung Osten und damit ins Inselinnere. Direkt von Anfang an jagten alle wie verrückt los und der Puls ging nach oben, denn neben der Schnelligkeit kam gleich von Beginn an eine zart ansteigende Ebene hinzu. Doch dies sollte nur der Vorgeschmack sein. Ich wusste, dass das Rennen einige Höhenmeter mit rasanten Auf- und Abfahrten anzubieten hatte, aber was dann kam überstieg all meine Erwartungen und mir war schnell klar, warum der Veranstalter kein Höhenprofil veröffentlichte – wahrscheinlich wäre ich mit meinen vier Buchstaben im mittlerweile frühlingshaften Dresden geblieben ;-)

 

Schon zwei Tage zuvor bei einer Erkundungstour haben wir einen Skihang von unten erspäht, aber das wir diesen hoch und natürlich runterfahren sollten, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Bloß gut. Ich schnaufte wie verrückt und die wunderbar strahlende Sonne brachte mich ordentlich zum Schwitzen. Der Hang hingegen zum Schimpfen… weil erst so steil hoch und nach erfolgreichem Gipfelsturm natürlich auch wieder runter. Irgendwann hatte ich Durst wie verrückt und war froh am nächsten Verpflegungspunkt einen leckeren zuckersüßen Saft gereicht zu bekommen, der auf grönländisch übrigens genauso heißt bzw. zumindest gleich ausgesprochen wird, Saft eben.

 

Doch dieses kleine Zuckerhoch hält nicht lange an, denn nach einer kurzen Verschnaufpause steht direkt der nächste Anstieg bevor, wieder hoch grätschen, runterzu abschnallen, weil einfach extrem steil, schmal sowie ausgefahren und Angsthase Pfeffernase sich nicht schon bei erstbester Gelegenheit wehtun mag. Ein mühsames Unterfangen, das an diesem ersten Tag schier endlos erscheint. Als wir die Berge dann hinter uns lassen haben wir noch immer 30 km vor uns, zuerst einmal über einen Fjord, dann an einem Hang entlang und endlich erblicken wir erstmals das langersehnte Camp. Doch für diesen Tag soll das noch immer nicht das Ende sein. Direkt am Camp eine letzte Verpflegung, mindestens einen Becher Saft in die Kehle und Endspurt – eine 12,8 km Seerunde und dann? Tageszieleinlauf!

 

Nach 6 Stunden haben wir die erste Etappe mit 56 km und 1200 Höhenmeter hinter uns. Ich für meinen Teil war platt ohne Ende und habe mächtig Federn gelassen, die ganze Sache vielleicht sogar ein wenig unterschätzt, zu wenig gegessen…?! Keine Ahnung. Auf jeden Fall war ich froh, die Ski abzulegen, in trockene Sachen zu schlüpfen und Essen zu kochen. Noch am Tisch fallen mir fast die Augen zu – aber wenn ich so in die Runde schaue und mich so umhöre bin ich zum Glück nicht die Einzige die sich fühlt, wie sie sich fühlt. Mit dem nötigen Fünkchen gehe ich jedoch trotzdem frohen Mutes und sehr glücklich zu Bett ähhh besser gesagt in Richtung: Isomatte und Schlafsack. Na dann mal gute Nacht.

Im Schatten der weißen Riesen

28. März 2012

 

Seit heute Morgen hat mich good old Germany wieder. Gestern früh noch im fernen Grönland, abends dann in Kopenhagen und nun eben Dresden... Verrückt. Auf jeden Fall liegen aufregende Tage mit zahlreichen Impressionen hinter mir und ich möchte euch ein wenig daran teilhaben lassen. Ihr dürft euch deshalb (und wehe ihr tut das nicht) auf vier / fünf hoffentlich unterhaltsame Berichte freuen.

 

Los geht es heute.

 

Nachdem wir vergangenen Montagabend im Tiefflug über die Autobahn Richtung Dänemark düsten, saßen wir Dienstag früh auch schon im Flieger und waren etwa 5 Stunden im "Land der Menschen", was Grönland auf grönländisch übersetzt bedeutet... also wie jetzt??? Nochmal: Grönland heißt auf grönländisch Kalaallit Nunaat – „Land der Menschen“. Warum kann ich mir nunmehr in etwa vorstellen, doch dazu in einem späteren Bericht etwas mehr.

 

Ein folgender Inlandflug mit einer kleinen Maschine gab uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Insel, viele Berge, Eis und Schnee. Bis zum Wettkampf, der am Freitag begann, hatten wir nach Ankunft in Sisimiut noch zweieinhalb Tage Zeit, die wir ein wenig zum Seele baumeln und Erkunden der Umgebung zu Fuß und auf Ski nutzen. Weiterhin ist es Tradition, dass vor Wettkampfbeginn gemeinsam die Kirche besucht wird. In Sisimiut steht die älteste der Insel und ist vollständig aus Holz. Ein sehr schönes Gebäude, noch schöner der Ausblick von innen - zu meiner linken die bunten Häuschen des Ortes und zu meiner rechten das kühle weite Meer mit kleinen Eisbergen. Wunderschön.

 

Sisimiut ist mit etwa 5.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Insel und hinzukommen zu meiner großen Freude noch 1.000 fellige Vierbeiner, Huskys. Samtpfötchen wohin das Auge blickt. Herrlich. Die meisten waren jedoch ziemlich scheu und ließen sich nicht so recht zu einer Streicheleinheit verleiten.

 

Doch nicht nur die die Schlittenhunde ließen mein Herz höher schlagen, sondern auch die atemberaubende Natur rings um die kleine Stadt. Kaum hatten wir diese ein Stück verlassen, türmten sich die schneebedeckten Riesen links und rechts von uns auf. Natur und Ruhe pur. Bereits jetzt war klar, dass dieses Rennen ein unvergessliches Erlebnis werden würde.

Vizelandesmeisterin 10 km Straße - es läuft doch

19. März 2012

 

Ein erster Schnelligkeitstest im Jahr bringt bei mir immer große Aufregung mit sich. Zeeeehhhhn schmerzhafte Kilometer flößen mir immer wieder aufs Neue Angst ein :-( Tztztz.

 

Doch eigentlich war diese völlig unbegründet. Bei herrlichen sommerlichen Temperaturen wurden die kurze Laufschlüppi und das luftigere Dress aus dem Stapel ganz unten herausgekramt und übergestreift und dann ging es auch schon los.

 

Knappe 39 Minuten später war es jedoch auch schon wieder vorbei. Eine Zeit unter 40 Minuten, damit bin ich im März sehr zufrieden, zumal ich mich durchweg gut gefühlt habe. Damit konnte ich mir im Gesamtfeld den Vizelandesmeistertitel holen. Fein.

 

Nun werden die kurzen Sachen aber noch mal kurzzeitig versteckt, denn heute Abend geht es endlich für eine gute Woche zum Eisbären. Ich freue mich.

Viele Grüße aus der Kältekammer

13. März 2012

 

Na wer schaut uns denn da aus der kuscheligen Hülle etwas verschlafen entgegen?

 

Seht selbst unter dem Artikel "Schlafsacktest bei -10 Grad" unter Media :-)

Entdecke deine Heimat, Teil I

12. März 2012

 

Eine lange Laufeinheit bedeutet immer auch gern gesehener neuer Input für die Sinne, das heißt Erschließung neuen Terrains. Da ich mich noch nicht einmal ein Jahr Dresdnerin nennen darf, ist dies in der Regel verhältnismäßig leicht Wege abseits des Elberadweges zu erschließen.

 

Für dieses Mal ging es in Richtung Norden. Ein Wanderweg führte uns fast wie von selbst an schönsten Fleckchen vorbei und wir brauchten nur Ausschau nach dem grünen Punkt halten. Der Rest ging wie von selbst. Eine gute Sache.

 

Hier die Tour in groben Zügen: Start in Dresden, Richtung Schwimmhalle Prohlis, an der Kreuzung Nickern Center über die Dohnaer Straße und rechts halten und einige Meter später links rein an den Geberbach. Von nun an wird es wirklich schön und man lässt die Stadt mit einem Schlag hinter sich. Raus nach Sobrigau, durch den Schlosshof Altnickern, vorbei an der Talsperre Kauscha, durch Goppeln im grünen Tal bis nach Rippien, von da aus auf die Anhöhe Luna Park – kurz den Blick genießen und durchschnaufen und langsam den Rückzug antreten, in Richtung Bannewitz, die Eutschützer Mühle passierend und dort wieder die grüne Variante durch den Grund wählen nach Nöthnitz. Von dort aus kann man sich direkt Richtung Dresden halten oder den Hacken zurück nach Rippien usw. schlagen.

 

Nachahmung dringend empfohlen, bringt gute Laune und Muckis in Po- und Oberschenkelmuskeln :-)

Wellness am Morgen - Fitness am (frühen) Abend

05. März 2012

 

Entgegen dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ gönnte ich mir am letzten Wochenende zuerst das Vergnügen in Form eine fantastischen Wellnessbehandlung, eine Erlebnispremiere, die mir das Geburtstagsmännlein bescherte, und dann die Arbeit.

 

Nachdem ich mich also früh noch in der aktivierenden Sprudelwanne suhlte und anschließend bei einer tollen Massage fast erneut in den Schlaf fiel, schnürte ich am Nachmittag die Laufschuhe um erneut ein Stück Elbsandsteingebirge sportlich zu erkunden. Wir hatten uns den „Zirkelstein“ als erstes Ziel auserkoren. Nachdem es aus der Pension raus, direkt rauf ging, war der Körper sofort auf Betriebstemperatur.

 

Über Feld und Flur ging es hinweg, den Berg schon im Visier, war dieser auch schnell bezwungen und abgehackt. Auf zu neuen Projekten also, ein wenig Zeit war ja noch. Wir entschieden uns für den „Großen Zschirnstein“, den wir zuerst einmal umrundeten, bevor wir den Einstieg zum Aufstieg fanden. Endlich oben. So langsam waren die Oberschenkel doch schon müde. Ein kurzer Blick in die Ferne, Beweisfoto erledigt und ab zurück. In der Wochenendherberge zurück, gönnte ich mir ein erneutes Schlummerstündchen, bis wir uns noch einmal aufrafften, um die Zuckerdepots aufzufüllen. Die Bedienung staunte nicht schlecht, als ich meine Bestellung aufgab, gleich zwei Stücken Torte und das für eine Frau – das scheint wohl nicht so oft vorzukommen ;-) Wenn die wüsste…

Aronia - ein Selbstversuch

02. März 2012

 

Der Wunsch nach Gesundheit, gerade in der kalten Jahreszeit nebst intensiver Trainingseinheiten und auch Alltagsprozedere, ist bei uns Sportlern natürlich stets besonders groß. Wie man das unterstützen kann? Mit Vernunft, warmer Bekleidung und gesunder Ernährung natürlich. Da mir dies neben kleineren und auch größeren Sünden nicht immer gelingt bzw. ich unter der Woche auch auf Kantinenessen angewiesen bin (der Hunger will schließlich gestillt sein und ein Salatblättchen oder kleines Schnittchen reicht mir über den Tag einfach nicht aus), bin ich vor geraumer Zeit auf die Aroniabeere gekommen.

 

Ihren Ursprung hat die Pflanze im östlichen Nordamerika und wuchs dort in endlosen Gebieten auf den verschiedensten Böden. Bereits die Indianer kannten diese Pflanze und sagten Ihr damals schon große Heilwirkung zu. Aufgrund des hohen Flavonoid-, Folsäure, Vitamin-K- und Vitamin-C-Gehalts zählt die Aronia zu den Heilpflanzen.

 

Ich habe den hochdosierten Aronia Muttersaft (100% Direktsaft) ausgewählt, der nun täglicher Begleiter ist und mich bei Wind und Wetter sowie Sport und Arbeit unterstützen wird.

 

Wen das Thema interessiert:

http://www.aroniabeere.de/aronia/aroniapflanze/gesundheit.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Apfelbeeren

www.aronia-original.de/die-aroniabeere

Die Trilogie des Schneeschreckens

27. Februar 2012

 

Dritter Skiwettkampf des Jahres und zum dritten Mal Zähne zusammenbeißen, wegen erneut gemeiner Bedingungen... Aber wie heißt es so toll: "Nur die Harten..."

 

Der Vogtländische Skiclub Klingenthal hatte zum 40. Mal zum Internationalen Kammlauf geladen, der ab 2013 übrigens zu einem der beliebten Eurolopped-Rennen auserkoren wurde. Gefahren werden konnten am gestrigen Sonntag 25 oder eben 50 Kilometer. Ene mene muh und raus bist du... der Finger (im wahrsten Sinne des Wortes) blieb bei der langen Strecke stehen. Na gut, dann mal los. Vorsichtshalber und erstmalig hatte ich die Schuppenski im Gepäck, denn mit tückischen 0 Grad Neuschneebedingungen hatte ich beim Isergebirgslauf ja schon meine "Freude". Ein kleiner Test des Wachs- und Schuppenskis vor dem Start und die Wahl fiel auf die Schuppe... Zugegebenermaßen eine zögerliche Entscheidung meinerseits, zum Wettkampf mal nicht mit dem schnellen Wachsski anzutreten, doch es sollte eine ganz gute sein.

 

Schnee gab es auf dem Erzgebirgskamm noch genug und wir bekamen früh sogar noch einen Extra Nachschlag. Auf den ersten Kilometer fegten uns die Flocken ordentlich um die Ohren und die die Spur verlor recht schnell an ihrer geradlinigen Form. Recht zügig war ich jedoch froh über meine Skiwahl, denn viele Teilnehmer hatten tüchtige Probleme mit ihrem Wachsski, der wegen angepapptem Schnee auf der Steigzone, stockte.

 

Immer wieder ging es hoch und runter und hoch und runter. Die Strecke war damit nicht anspruchslos (immerhin 745 HM), aber abwechslungsreich. In Johangeorgenstadt dann der Wendepunkt. Auf nach Hause. Erfreulicherweise schnell schrumpften die Restkilometer. Im Ziel dann die große Überraschung: 2. Frau gesamt :-) Das ich das noch erleben darf. Stolz wie Oskar schleppte ich meinen ersten Skilanglaufpokal nach Hause, der sicher einen kleinen Ehrenplatz einnehmen wird.

Noch was

21. Februar 2012

 

Parallel zum 4-seasons Magazin auch noch ein etwas ausführlicherer Beitrag online:

 

http://4-seasons.de/magazinartikel/ein-yeti-fuer-annett-globetrotter-dresden-unterstuetzt-triathletin

Da ist sie ja!

20. Februar 2012

 

Hui hui hui, das Fräulein im Outdoor "4-Seasons" Magazin, das deutschlandweit in allen Globetrotter Filialen ausliegt. Na wenn das nix ist.

 

Lest wie immer selbst unter der Rubrik "Media".

Test – one – two – one – two – Test

17. Februar 2012

 

Ein edles Stück da in meinen Händen und taufrisch von der Ispo. Die Petzl Nao, die gleichzeitig auch den Ispo Award in der Kategorie Zubehör erhalten hat. Ein tolles Teil und intelligent obendrein, denn sie passt sich mittels Sensor an die Lichtverhältnisse an und regelt die Leuchtkraft entsprechend. Das heißt kein Rumfummeln bei veränderten Bedingungen mehr. Außerdem kann man das gute Stück via USB Verbindung über den PC aufladen, ein weiterer netter Vorteil wie ich finde. Offiziell erhältlich ist die Nao im Fachhandel übrigens ab Juli 2012.

 

Doch nun zum Praxistest: Es ist Donnerstag, die Uhr steht auf halb sechs Uhr abends, die Sonne als kurz vorm Untergehen und die Dunkelheit naht. Rein in die Schuhe und raus an die Luft. Mit dabei, die neue Petzl Nao… Inmitten von Wald und Flur schalte ich sie bald auch das erste Mal ein, kurzes Einregeln und eine Sekunde später… wow. Ich habe ja schon einige Stirnlampen benutzt, aber diese Leuchtkraft ist wirklich Wahnsinn. Ein breiter Kegel bringt mich sicher über den Pfad. Daran kann ich mich in diesem Moment richtig erfreuen. Die Grashalme recken sich mir fast futuristisch ausschauend entgegen, die Katzenaugen (Reflektoren) meiner Schuhe funkeln mich an und der Schweißtropfen an meiner Nase fällt wie ein glitzernder Edelstein zu Boden. Herrlich ist das. Ich fühle mich fast wie in meinem eigenen kleinen Raumschiff und wenn jemand von der Ferne schauen würde, würde er wohl sicher selbiges vermuten :-) bei diesem Lichtschweif. Viel zu bald ist der Spaß auch schon zu Ende, dann hat mich der Wald wieder ausgespukt und die Stadt wieder.

 

Morgen früh führe ich sie wieder aus die neue schöne Weggefährtin ;-)

YouTube-Video

Viele schöne Sachen, die Annetti glücklich machen

14. Februar 2012

 

Thema: Sponsoren. Es freut mich verkünden zu können, dass mir alle treu geblieben sind bzw. ich sogar einige weitere für mich, meine Ziele und die Art den Sport zu betreiben gewinnen konnte.

 

Madshus ist einer der ersten gewesen und versorgt mich seit drei Jahren Winter für Winter mit schnellen Latten, die mir die liebste Nebenbeschäftigung zum Triathlon ermöglichen, das Langlaufen. Dieses Jahr werden sie sogar nach Grönland ausgeführt - wenn das nicht Motivation genug ist ;-)

 

Im Dresdner Temple Gym werde ich meine Muskeln weiterhin stählern. Mittlerweile bekomme ich an der Armpresse immerhin schon ein paar Gramm mehr gehoben ohne das die beiden Gliedmaßen abzubrechen drohen ;-)

 

Weiterhin an Board sind auch thoni mara, meine Lieblingshersteller von Laufbekleidung, weil sie zum Einen made in Germany (konkret: Sachsen) und zum Anderen, neben sämtlichen Hightech Raffinessen, einfach schön eng und dabei trotzdem urigst bequem sitzen.

 

Petzl wird mir gerade an den dunklen Winterabenden und teilweise auch am Morgen wieder den Weg leuchten. Ich liebe es in der Dämmerung mit der Stirnlampe durch die Gegend zu düsen - aktueller Favorit: die Dresdner Elbhänge. Kleine trailige Waldwege soweit das Auge reicht.

 

Damit ich weiterhin schnell wie der Blitz mit meinem Rad dahingleiten kann werde ich mit Helmen von rudy project sowie deren stylischen Brillen unterwegs sein.

 

Für schnelle Beine hingegen sorgt Compressport und ziert Wadeln und Füßchen.

 

Tja und da nicht nur der Mai alles neu macht sondern auch der Januar, gilt es noch ein paar neue Partner anzukündigen: Erdinger Alkoholfrei wird mich bei meinem Vorhaben Norseman begleiten, ebenso Runners Point. Hier wurde ich in das Dresdner Local Hero Team aufgenommen. Ich freue mich!

 

Mit Aqua Sphere werde ich zukünftig durchs Wasser schnellen wie ein Blitz und dank Globetrotter und dem Wachsspezialisten Swix werde ich auf Grönland nachts nicht frieren müssen und tagsüber meine flotten Latten noch schneller wachsen können.

 

Ich freue mich über jeden von Euch und es ist immer wie Weihnachten, wenn ein Paket eintrifft, voll mit tollen Sachen, die Annetti...

 

VIELEN DANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG!!!

Kälteprobe in den Ammergauer Alpen

06. Februar 2012

 

So viel ist klar: minus 24 Grad sind nix für Zimperlisen. Wen das abschreckt, der sollte besser in der muschligen Stube bleiben. Nicht so die zahlreiche Anzahl wagenmutiger Skilangläufer, die sich vergangenes Wochenende auf den Weg nach Oberammergau begaben, um dort beim legendären „König Ludwig Lauf“ dabei zu sein.

 

Ein weiterer Lauf der bekannten Worldlopped-Serie, den ich mir genauer anschauen wollte. Das es dann jedoch zur Generalprobe für Grönland wurde, hatte ich so anfangs nicht auf dem Plan. Doch lehrreich war es und so habe ich heute beispielsweise gleich meine Bestellung für Tape (eigentlich zu physiotherapeutischen Zwecken gedacht, doch mit zunehmender Beliebtheit umfunktioniert, um nicht nur sein Gesicht damit aufzupeppen, sondern es primär als Kälteschutz zu nutzen) getätigt.

 

Doch von vorn, denn es war nicht nur ein lehr- sondern ebenso ein erlebnisreiches Wochenende, wo ich mich auf Neuland begeben habe. Konkret: ich habe mich erstmals in die wilden Gefechte eines Skating-Wettkampfes gewagt. Zum Winteranfang noch blutige Anfängerin, was das Skaten angeht, und nun schon selbst auf dem Parkett des Hauen und Stechens unterwegs :-) Bei den 23 Kilometern bin ich an den Start gegangen und juhu, auch ins Ziel gekommen/-skatet. Hat Spaß gemacht, war jedoch nur die Aufwärmrunde (obwohl das am Sa das falsche Wort war) für den Hauptwettkampf am Sonntag, die 50 Kilometer in klassischer Technik.

 

Denn apropos aufwärmen: dick einmummeln mussten wir uns an beiden Tagen. Der Rennanzug hatte für uns „Normalos“ zumindest nichts am Start verloren, denn bei den eisigen Bedingungen gab es zahlreiche medizinische Einsätze, die kein Spaß mehr waren. Erfrierungen bis zum schwersten Grad waren gegenwärtig und damit Vernunft angesagt! Da hat es sogar das Fräulein ein wenig mit der Angst zu tun bekommen und gerade auf den 50 km immer mal wieder genau in sich reingehört und gefühlt : „Zehen, seid ihr noch da? Näschen auch?“

 

Einmal wurde es mir dann doch etwas ungeheuer. Der rechte Fuß außen - gaaaaanz komisch hat sich das angefühlt. Kurz bevor ich bei den nächsten Verpflegungsstelle doch den Schuh sicherheitshalber mal abstreifen und schauen wollte, hat sich die Sturz-Lise mal wieder hingelegt und plötzlich einen Teil der Bindung am Schuh, nur dass dieser nicht mehr mit dem Ski verbunden war. Dieser wollte wohl seinen eigenen Weg gehen :-) Oh je oh je. Anhalten, Bindungsteil vom Schuh lösen, kritisch beäugen, hilflos in die Männergesichter schauen… Doch das treuste Zwinkern konnte mit Tape im Gesicht und eingemummelten Kurven rein gar nichts bewirken und so zogen alle an mir vorbei. Na gut, selbst ist die Frau… also das Dilemma nochmal genauer anschauen und siehe da, eine Bruchstelle war nicht zu entdecken… Wie war das also nochmal mit der Montage? Hätte ich beim Fachmann nur mal besser aufgepasst, statt mit den Wimpern zu klimpern ;-) Doch dann ein wenig probieren und zack war sie wieder drauf die Schiene. Hehe, mit stolzgeschwellter Brust und einem Grinsen unter dem schützenden Buff-Tuch ging es weiter. Auf jeden Fall wusste ich nun was so komisch war, da unten am Fuß. Das treulose Teil war wohl durchs häufigere Stürzen locker geworden und deshalb habe ich wahrscheinlich gedacht, da sei etwas nicht in Ordnung und mir gedanklich schon das schlimmste Szenario ausgemalt… Ich sagte ja, ein lehrreiches Wochenende.

 

Ansonsten verlief der Wettkampf selbst gut. Die Kälte hatte den Schnee zwar ganz schön stumpf gefroren, aber dafür hatten wir umso mehr Zeit, uns die schönen Berge anzuschauen und wenn es nach den Skifahrern geht, kann man es uns wohl eh fast nie recht machen, was die Bedingungen betrifft – zu warm, zu kalt, zu nass… ;-) Schön war, dass seit 2009, aufgrund von ausreichend viel Schnee, erstmalig wieder die Originalrunde übers Schloss Linderhof gefahren werden konnte. Dadurch wird der oft als flach bezeichnete Wettkampf mit 750 HM mehr als nur ein "Schiebewettkampf". Alles in allem also anstrengend aber wieder einmal sehr schön.

Schau her, schau her

30. Januar 2012

 

Vom Artic Circle Race Grönland vorgestellt: 

http://greenlandtoday.com/gb/category/top-athletes-to-greenland-149/

Wenn der Postmann zwei Mal klingelt

24. Januar 2012

 

Aqua Sphere ist  Premiumhersteller für alles rund ums kühle Nass. Ich habe das Glück in der kommenden Saison professionell von ihnen unterstützt zu werden.

 

Nachdem ich gestern einen ersten Vorgeschmack bekommen habe, als ich freudestrahlend das erste Paket in meinen Händen hielt, verlief der erste Schwimmtest mittels Paddles am Morgen bereits erfolgreich. Das hat wirklich Freude gemacht.

 

Vielen Dank!

Heldin in Strumpfhosen

16. Januar 2012

 

Wieder einer der erlebnisreichen Wochenenden... Zu den Highlights zählt eindeutig meine erste Ausfahrt mit einem Rennbob auf der Wettkampfbahn in Altenberg.

 

Ein Blick zur Seite in die Welt des Wintersports, konkreter den Schlittensport: da hatte ich mir ja wieder was eingebrockt, mit meiner Zusage. Hier die harten Fakten: 1000 m Länge, rund 100 km/h Geschwindigkeit, 100 m Höhenunterschied sowie 11 Kurven verhießen Action pur und brachten die Beinln vorab ordentlich zum Schlackern. Zu viert ging es rein in das rasende Gefährt und ehe ich mich versah war ich auch schon mitten im Geschehen. Eben noch grinsend an der Startlinie verging mir dies ganz bald, denn so wie ich mich auch eben noch in gerader Position saß kam husch die erste Kurve und ich fand mich in der Horizontalen zum Boden wieder… husch und schon wieder nur in andere Richtung. Hui hui hui… Gerade einmal 43 Sekunden später war der Spaß jedoch schon vorbei. Ich hatte wieder festen Boden unter den Füßen und das Grinsen im Gesicht war auch zurück.

 

Hat ziemlich gefetzt. 

Danke Harry!

Annett on ice

09. Januar 2012

 

Schon mal 50 profilierte Kilometer auf Langlaufski im klassischen Stil ohne jeglichen Stieg und ganz ohne gespurte Loipe gefahren? Ich jetzt schon. Gestern bei meinem Lieblingsrennen, dem Jizerska im tschechischen Isergebirge.

 

Der Wachsservice ist vor Skiwettkämpfen mein größter Freund. In den letzten drei Jahren habe ich diesem bei dem Worldlopped-Rennen stets vertraut. Doch bei den gestrigen Bedingungen konnte wohl auch er nichts ausrichten. Tückische 0 Grad und Neuschnee. Der Alptraum eines jeden Skifahrers. Ich war keinen Kilometer gefahren, da wusste ich, dass er heute hart werden würde, denn jeglicher Versuch eines Abdrucks scheiterte und so schlitterte ich, wie viele andere auch, irgendwie die Strecke entlang. Vor allem bergauf war das die Hölle. Auch der Versuch einer zusätzlichen professionellen Wachsbehandlung bei Kilometer 25 brachte rein gar nichts. Also bergauf weiter irgendwie durch die Schneemasse gestochert und bergab auf der spiegelglatten Eisbahn angespannt hinunter geschlittert. Irgendwie hab ich mich aber durchgebissen, dabei allerdings ordentlich Federn gelassen. Aber die Bedingungen waren für alle gleich und das gab wohl vielen Startern unbewusst gegenseitig Kraft. Ich für meinen Teil „gönnte“ mir, im Vergleich zum Vorjahr, eine großzügige ganze zusätzliche Stunde für die Distanz. Schade.

 

Etwas traurig war ich darüber natürlich schon, denn ich hatte mich riesig auf den Lauf gefreut. Naja aber wenn schon nicht die Muskeln richtig trainiert wurden, dann wenigstens der Kopf und das nächsten Rennen kommt ja ganz gewiss :-)

Expedition zur Schneekoppe - es darf auch mal weh tun

02. Januar 2012

 

Riesengebirge for the first time. Kurz vor Jahresende ergab sich die Option mit ins tschechische Bergland zu fahren, um dort ein paar erholsame Tage zu verleben, Neues zu entdecken und natürlich auch ein paar Ski-Kilometer abzuspulen. Ziel erreicht.

 

Doch längst hatte ich nicht nur das Kilometerzählen im Visier. Mein Objekt der Begierde war ein ganz anderes: die Schneekoppe. Mit 1.602 m ist diese die höchste Erhebung im Riesengebirge und Tschechiens. Über den Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien. Am ersten Tag noch hüllte sie sich in Nebel, doch ich hoffte auf den nächsten und buhlte beim Liebsten um die Gunst der gemeinsamen Besteigung. Dank zweitem Fürsprecher "Reiseleiter" Martin schnallten wir drei am nächsten Tag endlich die Latten an die Füße die Tour oder besser gesagt Expedition ;-) konnte beginnen. Unser Tatendrang wurde belohnt und schon nach kürzester Zeit lichtete sich der Nebel. Immer mal wieder zeigte sich der Gipfel in seiner vollen Pracht und wir konnten kaum glauben, dass 13 Kilometer so weit entfernt sein können. Doch der Weg ist ja bekanntermaßen das Ziel und dieser war unheimlich schön. Den Gipfelsturm dann im Laufschritt mit aufgehuckten Ski, ein zügiger Blick nach unten, denn der Wind pfiff ungemütlich und dann Rückzug. Eine Skitour vom Feinsten, die zum Ende mit tschechischen Leckereien in einer netten Bergbaude gebührend abgeschlossen wurde.

 

Auch an der Skating-Technik konnte ich erneut feilen und ja, es beginnt mir langsam richtig Spaß zu machen. Gestern galt es sogar einen kleinen Erfolg zu vermelden: ersten längeren Anstieg erstmalig ohne japsende Zwischenpause, getreu Martin’s Motto (der ebenso mitleidender Skating-Anfänger ist): „Es darf auch mal wehtun“, geschafft ;-) Es sind doch die kleinen Freuden die zählen, oder?!

Auf schnellen Sohlen, dank Swix

02. Januar 2012

 

Vielen Dank nach Norwegen, denn mittels dem namenhaften Hersteller von Spitzenwachsen werde ich in der kommenden Saison auf flotten Skisohlen unterwegs sein und Arctic Circle Race, Jizerska & Co mit guter Laune bestreiten können.

 

Was 1946 als eine bescheidene Serie von fünf Skiwachsen begonnen hat, ist heute zu einer weltweit führenden Marke für Winterprodukte geworden. Das Ziel ist dabei seither jedoch immer das Gleiche geblieben, nämlich durch Qualität und Leistung den Freizeitskiläufern Freude und den Skirennläufern zu Erfolg zu verhelfen.

 

Na dann... auf die Ski, fertig, los, das Arctic Circle Race kann kommen

 

YouTube-Video

Alles Gute fürs Neues Jahr

01. Januar 2012

 

Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne und erholsame Tage und seid gut ins neue Jahr gekommen!

Für 2012 wünsche ich euch allen nur das Beste und das all eure Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen mögen.

 

Berichte aus dem alten Jahr findet ihr, wie gehabt unter "Memoiren 2011"